Download e-book for kindle: Berlin: Von der geteilten zur gespaltenen Stadt?: by Hartmut Häussermann

By Hartmut Häussermann

ISBN-10: 3663056716

ISBN-13: 9783663056713

ISBN-10: 3810036765

ISBN-13: 9783810036766

In diesem Buch werden die historische Herausbildung der sozialräumlichen Strukturen in Berlin, ihre Modifikation während der Zeit der Teilung sowie die neuesten Tendenzen seit 1990 dargestellt. Dabei stehen Fragen nach der Angleichung zwischen Ost und West sowie nach den neuen Linien sozialer Ungleichheit innerhalb der Stadt im Zentrum. Anhand detaillierter Analysen von Sozialdaten, Wanderungsprozessen und durch vertiefende Stadtteiluntersuchungen werden die sozialräumlichen Muster der Neusortierung der Bevölkerung beschrieben. Durch den Fall der Mauer und durch die immensen Wachstumserwartungen, die sich an der neuen politischen scenario in Europa und an der Hauptstadtfunktion von Berlin entzündeten, erlebten viele Stadtteile eine neue Bewertung. Die Orientierung der Stadtplanung an dem Bedeutungsgewinn der Stadt vernachlässigte die Transformation der ökonomischen und gesellschaftlichen Systeme, die in beiden Teilen der Stadt zu einer konfliktreichen scenario geführt hat. Die Darstellung orientiert sich an der Frage, ob der gegenwärtige Wandel zu einem Übergang von der politisch geteilten zu einer sozial gespaltenen Stadt führt.

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Ob und wie die Klassen und Schichten in der Industriestadt sich räumlich voneinander separieren sollten oder ob eher eine soziale Mischung in den Wohngebieten anzustreben sei, wurde zu einer zentralen stadtpolitischen Frage (vgl. Sa1dern 1995). 2 Die Mietskasernenstadt Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt über ihre von der Zol1mauer definierten Grenzen endgültig hinaus. Noch innerhalb der Zol1mauer lagen Spandauer Vorstadt, Königsstadt, Stralauer Vorstadt und Luisenstadt, Friedrichstadt und Friedrich-Wilhelm-Stadt; 1841 kamen nun auch die Rosenthaler, Oranienburger und die Friedrichsvorstadt zu Berlin, 1861 außerdem Moabit, Wedding, sowie die Schöneberger und Tempelhofer Vorstadt.

Vom militärischen Sieg des neuen Kaiserreichs profitierte die junge Hauptstadt stark. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten wurde Berlin der führende und größte Industriestandort des europäischen Kontinents, wobei das Textilgewerbe zunächst die meisten Beschäftigten aufwies. Vor allem die Konfektionsindustrie wurde zu einem wichtigen Gewerbezweig der Stadt, gefolgt von Metall verarbeitenden Unternehmen, insbesondere Eisengießerei und Maschinenbau. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde dann die Elektroindustrie zum Wachstumsmotor der großen Industriestadt.

Wo statt von Mietshaus von Mietskaserne geredet wird, ist also die Sozial- und Kultur-Kritik an dieser Art von Wohnungsbau immer schon enthalten. Ihr Maßstab ist die individuelle Selbstbestimmung hinsichtlich des Wohnens, eine angesichts des rapiden Tempos der Verstädterung allerdings ziemlich unrealistische Vorstellung. Das System der Mietskaserne war von Anfang an Gegenstand heftigster Kritik. Um 1910 war die Fachwelt einhellig gegen diesen Typus von Stadtentwicklung eingestellt. Prominenteste Kritiker in Berlin waren Rudolf Eberstadt, Professor für Nationalökonomie an der Universität Berlin, und Werner Hegemann, Generalsekretär der Städtebauausstellung in Berlin um 1910.

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by Brian
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